VINZENZ GRUPPE
     
 

Eine retrospektive Studie zur Etablierung des Lausanne NoSAS Scores als Identifikator des obstruktiven Schlafapnoesyndrom.

Krol, Matthäus, Cauza, Edmund and Ecker, Anika (2020) Eine retrospektive Studie zur Etablierung des Lausanne NoSAS Scores als Identifikator des obstruktiven Schlafapnoesyndrom. [Poster]

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Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die beiden Screeningscores, der Epworth Sleepiness Scale und der NoSAS Score, Unterschiede hinsichtlich der Korrelation zwischen Score und der Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoesyndroms aufweisen. Dazu wird der NoSAS Score dem ESS gegenübergestellt, um zu erkennen, welcher der beiden Screeningscores das Vorhandensein beziehungsweise das Fehlen des obstruktiven Schlafapnoesyndroms exakter zuordnet und somit als Identifikator besser geeignet ist. Aufgrund der geringen Anzahl an Schlaflaboratorien und der hohen Kosten, die mit einer Polysomnografie verbunden sind, soll derjenige Screeningscore etabliert werden, welcher möglichst wenige Patient*innen ohne OSAS einer Polysomnografie unterzieht, jedoch dennoch alle OSAS-Patient*innen detektiert. Demnach ist das Ziel die Erhöhung der Effizienz dieser Voruntersuchung. Für die Studie wurden die Daten von Patient*innen verwendet, welche im Jahr 2018 sowie im Jahr 2019 einer Polysomnografie im Schlaflabor des Herz-Jesu Krankenhauses in Wien unterzogen wurden. Eine Polysomnografie fand bei jenen Patient*innen statt, bei denen aufgrund eines positiven Screeningscores eine weitere Untersuchung erforderlich war beziehungsweise bei Patient*innen, welche trotz negativen ESS-Score Beschwerden zeigten. Insgesamt haben 2317 Patient*innen an der Studie teilgenommen, von denen 1097 aus dem Jahr 2018 und 1220 aus dem Jahr 2019 stammen. Mithilfe dieser Kontingenztabellen wurden für den ESS und den NoSAS Score der positiv-prädiktive Wert, der negativ-prädiktive Wert, die Sensitivität, die Spezifität sowie die Accuracy berechnet. Der wichtigste Parameter und somit die Hauptzielgröße für diese Arbeit ist die Accuracy. Im Anschluss an die deskriptivstatistische Auswertung erfolgt die Hypothesenprüfung mithilfe des McNemar-Test. Für den Epworth Sleepiness Scale wurden eine Sensitivität von 36,5 %, eine Spezifität von 72,8 %, ein positiv-prädiktiver Wert von 94,3% und ein negativ-prädiktiver Wert von 8,5% ermittelt. Die Accuracy des ESS beträgt 39,2%. Für den NoSAS Score wurde eine Sensitivität von 81,9%, eine Spezifität von 67,6%, ein positiv-prädiktiver Wert von 96,9%, ein negativ-prädiktiver Wert von 23,2% sowie eine Accuracy von 80,9% berechnet. Durch die Gegenüberstellung der beiden Screeningscores ist ersichtlich, dass der NoSAS Score im Vergleich zum ESS eine höhere Sensitivität sowie höheren positiv-prädiktiven Wert aufweist. Die Studie ergab, dass der NoSAS Score im Gegensatz zum Epworth Sleepiness Scale eine höhere Sensitivität, einen höheren positiv-prädiktiven Wert, einen höheren negativ-prädiktiven Wert sowie eine deutlich höhere Accuracy aufweist. Durch die Hypothesenprüfung konnte die Alternativhypothese angenommen werden. Es besteht somit ein signifikanter Unterschied zwischen den Anteilen der richtig erfassten Testergebnisse beim Epworth Sleepiness Scale und dem NoSAS Score. Die Verwendung des NoSAS Scores in der Routine wäre somit ein effektives und einfach etablierendes Hilfsmittel zur Identifizierung von Patient*innen mit obstruktiven Schlafapnoesyndrom. In weiteren Studien könnte untersucht werden, welcher Cut-of-Wert des NoSAS Scores am geeignetsten ist und die Effizienz dieser Voruntersuchung weiter erhöht.
Item Type: Poster
Divisions: Herz-Jesu Krankenhaus > Innere Medizin
Depositing User: Susanne Klein
Date Deposited: 31 Jan 2022 10:20
Last Modified: 31 Jan 2022 10:20
URI: https://eprints.vinzenzgruppe.at/id/eprint/9192

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